Die richtige Reinigung des Abendkleides

Es ist ja fürwahr nicht einfach, das richtige Kleid für einen besonderen Anlass zu finden. Hat man es einmal im Schrank hängen, ist es nach seinem großen Auftritt nicht unbedingt zum ewigen Schattendasein verdammt. Wenn man ein Modell gewählt hat, das nicht zu speziell auf den Anlass zugeschnitten war, dann kann man es durchaus öfter noch tragen. Doch nicht immer kommt das wertvolle Kleid unbeschadet durch den Abend. Um Verschmutzungen sachgemäß zu entfernen, sollte man ein paar Dinge beachten.

Chemische Reinigung?

Die erste Idee, die einem angesichts eines verschmutzten Cocktail- oder Abendkleides kommen dürfte, ist die professionelle chemische Reinigung. Doch das ist gar nicht immer nötig. Dank moderner Waschprogramme der Waschmaschine kann man das gute Stück je nach Material auch ganz gut zu Hause waschen. Wichtig ist es, die richtige Temperatur zu wählen damit nichts einläuft und auf jeden Fall den Schleudergang der Waschmaschine abzustellen. Denn den vertragen besonders Applikationen und Stickereien nicht und auch Tüll oder Perlen würden dabei wahrscheinlich Schaden nehmen. Gegen einen 40 Grad Waschgang bei gemäßigtem Tempo haben allerdings die meisten Kleider nichts. Trocknen sollte man die Kleider am besten liegend, damit sich empfindliche Stoffe nicht aushängen oder aus der Form ziehen. Hat das Kleid mehrere Lagen, kann es sich empfehlen, Frotteetücher zwischen die Lagen zu packen und ab und zu auszuwechseln. Trocknet der Stoff zu langsam kann sonst nämlich, besonders bei Naturfasern, ein unangenehmer modriger Geruch auftreten.

Grobe Flecken vorab entfernen

Ob man sich nun für die Reinigung oder die Waschmaschine zu Hause entscheidet, grobe Flecken und Verschmutzungen sollte man vorab behandeln. Dann muss das gute Stück nicht gleich zweimal in die Wäsche, weil beim ersten Mal die Flecken nicht raus gegangen sind. Besonders häufig handelt es sich bei hartnäckigen Flecken auf Abendkleidern um Kollateralschäden vom Buffet oder den Getränken. Rotwein und dunkle Soßen sind dabei die gefährlichsten Fleckmacher, denn sie gehen auch am schlechtesten wieder heraus. Wenn man sich erst beim nächsten Anlass daran macht, die Flecken zu entfernen, ist es allerdings meist schon zu spät. Hier ist sofortige Hilfe gefragt und besonders Wein sollte sofort mit Salz oder auch mit Weißwein vorbehandelt werden. Flecken dieser Art immer tupfend entfernen, niemals reiben, das bringt den Fleck nur tiefer in die Fasern. Hat man erst zu Hause die Gelegenheit den Fleck zu behandeln, ist Gallseife das beste Mittel der Wahl. Der Wirkstoff aus der Ochsengalle macht fast jedem Fleck den Garaus. Allerdings manchmal auch den Farben einer Faser, daher empfiehlt es sich vor der Behandlung, einen kleinen Test auf Farbechtheit an einer unauffälligen Stelle vorzunehmen.