Damenkleider werden heute zu vielen Anlässen getragen. Zu feierlichen Anlässen als Cocktailkleid, als Strandkleid im Sommer, als legeres Kleid zum Partyoutfit oder als Business-Kleid fürs Büro. Jedoch hatten Damenkleider bis zu den 60er Jahren noch eine weitaus höhere Relevanz. Viele Jahrhunderte lang trugen Frauen in allen Situationen und zu allen Anlässen Kleider. Als in den 60er Jahren die Hose auch für Frauen gesellschaftsfähig wurde, verloren Kleider in der Damenmode an Bedeutung. Heute tragen die meisten Frauen im Alltag hauptsächlich Hosen. Im Winter kommen manchmal kurze Röcke zu Strumpfhosen und Stiefeln zum Einsatz und in der warmen Jahreshälfte fließende, leichte Sommerkleider. Doch wenn der Anlass ein ganz besonderer ist, dann haben sie ihren strahlenden, glamourösen Auftritt: Abendkleider.
Im engeren Sinne sind Abendkleider bodenlange, taillierte elegante Kleider, die zu abendlichen Anlässen wie beispielsweise Galas oder Empfängen oder dem Besuch in der Oper getragen werden. Im weiteren Sinne zählen hierzu auch die kürzeren und meistens etwas bunteren Cocktailkleider, die sehr häufig auch schwarzweiß oder ähnlich kontrastreich abgesetzt sind. Diese einst von der legendären Coco Chanel kreierte Kleiderform ist, wie der Name schon sagt, die perfekte Garderobe für nachmittägliche Cocktailpartys. Cocktailkleider werden außerdem gerne auf Abi-Bällen, Familienfeiern, Hochzeiten und den verschiedensten Partys im größeren Rahmen getragen.
Auch das berühmte "Kleine Schwarze" zählt zu den Cocktailkleidern. Dieses Kleid sollte eigentlich jede Frau im Schrank haben, denn damit ist sie zu den meisten festlichen Anlässen perfekt gekleidet. Mit einer Federboa oder einem Bolerojäckchen können Cocktailkleider, ob farbig oder schwarz, individuell variiert werden. Zu ähnlichen Anlässen passt das Charleston-Kleid, das von der Charleston-Periode in den 1920er Jahren inspiriert ist. In vielen aktuellen Cocktailkleidern finden sich Anleihen vom typisch geraden, lockeren Schnitt des Charleston-Kleides.
Heute, wo die Damenmode für den Alltag eher Hosen vorsieht, ist eine Einladung mit dem Dresscode "Abendgarderobe" für die Frau meist ein willkommener Anlass, endlich einmal wieder in ein festliches Gewand zu schlüpfen. Die Damen der gehobenen Gesellschaft vergangener Jahrhunderte wechselten ihre Kleider im Laufe des Tages vom Morgen bis zur Nacht sogar mehrere Male. Heute sind die Anlässe und Gelegenheiten weniger und der Dresscode ist freier. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kleiderformen sind verwischt und die Frauen können zu vielen Anlässen zwischen den unterschiedlichen Kleidervarianten wählen.
Während Mädchen und sehr junge Frauen hier meistens das Cocktailkleid wählen, muss es für andere das bodenlange Abendkleid oder gleich eine prächtige Robe sein. Egal ob kurzes Cocktailkleid oder prächtige Robe: Eines gehört zum schicken Abendoutfit immer dazu: Ein funkelndes und blitzendes Collier, das den freiliegenden Hals und das schöne Dekolleté der Frau perfekt zur Geltung bringt.
Einen ähnlich glamourösen Auftritt wie mit einem schmal geschnittenen, taillierten bodenlangen Abendkleid oder einer prächtigen, edel glänzenden Robe hat die Frau mit dem klassischen Ballkleid. Dieses zeichnet sich aus durch einen schulterfreien, taillierten Schnitt sowie einen weit ausgestellten Rock, der meistens aus mehreren kunstvoll übereinander gearbeiteten Stofflagen besteht. Abendrobe wie Ballkleid sind häufig aus kostbaren, glänzenden Stoffen wie Seide, Brokat oder dem bei Lichteinfall fein changierenden Taft gefertigt.
Auch heute noch gibt es Anlässe, bei denen der Dresscode enger ist. Das sind beispielsweise offizielle Empfänge oder andere Veranstaltungen in Politik und Gesellschaft. Auch zu mancher Hochzeit findet das glückliche eingeladene Paar auf der Einladungskarte Hinweise auf die vom Gastgeber gewünschte Garderobe. Und daran sollte man sich unbedingt halten. So bedeutete etwa "Cravatte noire" oder "Black tie", dass der Herr einen Smoking trägt und die Dame das klassische lange Abendkleid. "Habit noir" lässt dem Mann die Wahl zwischen Smoking und Frack. In dem Fall trägt die Frau bei sehr traditionellen Anlässen ein kurzes oder langes Abendkleid oder auch einen festlichen Hosenanzug. "Cravatte blanche" oder "White tie" verlangt vom Herrn den stets mit weißer Krawatte kombinierten Frack und von der Dame das festliche Abendkleid, die Robe oder das Ballkleid.
Auf den roten Teppichen in Hollywood, L.A. und Cannes können wir alle es immer wieder bestaunen, welch unglaubliche Wirkung eine Frau mit einem tollen Kleid auf dem Leib entfalten kann. Deswegen sollte sich keine Frau die Freuden entgehen lassen, sich zum nächsten festlichen Anlass in einem traumhaften Kleid wie ein richtiger Hollywoodstar zu fühlen.